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Entspannungstraining für Hund und Katze

Wenn Stress, Hektik, Unruhe und Zeitdruck zur Belastung werden!

Vor allem in der Großstadt werden unsere Hunde und Katzen mit all diesen Dingen Tag für Tag konfrontiert. Sie müssen in unseren Alltag integriert werden, was eine große Anstrengung für sie bedeuten kann. Um damit gut umgehen und all die vielen Eindrücke verarbeiten zu können, sind sie auf unsere volle Unterstützung angewiesen. Wir sind dafür verantwortlich, ihnen die Ruhe und Entspannung zu ermöglichen, die sie für ihre Entwicklung und für ein ausgeglichenes Leben benötigen.

Hintergrund des Trainings

Ziel ist es, dem Tier dabei helfen zu können, mit ängstigenden oder stressigen Situationen besser zurecht zu kommen und sie entspannter meistern zu können. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, durch ein entsprechend aufgebautes Signal in schwierigen Momenten auch aktiv unterstützend einzugreifen.

Bei diesem Signal handelt es sich jedoch nicht um ein einfaches Kommando. Richtig aufgebaut und immer wieder neu „aufgeladen“ kommt es im besten Fall zu einer bestimmten Hormonausschüttung, die bewirkt, dass sich der Organismus beruhigt und sich so das Tier ein bisschen besser fühlt. Es ist dasselbe Hormon, welches auch zwischen Mutter und Kind ausgeschüttet wird und für eine vertrauensvolle Bindung mit verantwortlich ist.

Natürlich lässt sich auch ohne dieses Hormon das Gefühl von Ruhe und Entspannung „einfangen“ und in für das Tier unangenehmen Momenten unterstützend einsetzen.

Entspannung zu Hause

Bei gemeinsamen Kuscheleinheiten, wenn der Hund oder die Katze richtig entspannt ist und das Streicheln genießt, sagt ihr ab und zu ein bestimmtes Wort, welches das Tier dann nach und nach mit dem entspannten Gefühl und der vertrauensvollen Nähe verknüpft. Das Wort sollte ein Einfaches sein, welches im Alltag nicht verwendet wird, damit es sich nicht „abnutzt“. Es muss keine große Bedeutung haben, kann auch ein Fantasiewort sein. Wichtig ist, dass es immer gleich und (bei mehreren Bezugspersonen) von euch allen verwendet wird. Gängige Beispiele für ein solches Wort sind „easy“, „ruhig“ oder auch „Om“ – es sollte weich und angenehm klingen und kann auch etwas langgezogen ausgesprochen werden.

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Weiteres ist dies nichts, was ihr mal eben zwischen Tür und Angel machen könnt.

Nicht nur euer Tier sollte für diese Trainingseinheiten entspannt sein, sondern auch ihr. Daher nicht ausführen, wenn ihr gerade gestresst und/oder mit den Gedanken ganz wo anders seid. Vorteil dabei ist, dass ihr euch auf diese Weise auch selbst mit konditioniert. Das bedeutet, dass in stressigen Situationen dieses Wort nicht nur eurem Hund/eurer Katze helfen kann, sich ein bisschen zu beruhigen, sondern auch euch selbst.

Stress, Angst oder Unruhe reduzieren

Ergänzend zum Wort könnt ihr auch verschiedene andere Sachen mit in das Training einbauen, welche unterschiedliche Verwendungszwecke erfüllen können. Auf diese werde ich hier näher eingehen.

Eine eigene Decke

Ihr breitet sie für das Entspannungstraining aus und räumt sie anschließend wieder weg, sie liegt also nicht durchgehend herum. kaboompics.com_Sleeping puppy - KopieIn bestimmten Situationen könnt ihr sie als „Entspannungsplatz“ mitnehmen und ggf ausbreiten. Beispiele hierfür sind Restaurantbesuche, der Gang zum Tierarzt (für Hunde breitet ihr sie zB im Wartezimmer aus, Katzen könnt ihr sie direkt in die Transportbox legen), oder eben auch Zuhause, wenn ein aufregendes Ereignis bevorsteht (bei Besuch, an Festtagen, insbesondere Silvester, etc)

Aromaöle

Gerade Hunde und Katzen reagieren sehr gut auf Gerüche. Aromen haben  unterschiedliche Auswirkungen auf Tiere (und auch uns Menschen).
Bei dieser Art von Training sind natürlich beruhigende und entspannende Düfte sinnvoll. Solch eine Wirkung haben zB Lavendel, Sandelholz und Vanille. Darüber hinaus gibt es auch einige Duftmischungen, die unterschiedliche Düfte kombinieren, welche sich in ihrer Wirkung super ergänzen. Wichtig ist, die Öle nicht pur zu verwenden, sondern für die sensiblen Tiernasen entsprechend stark zu verdünnen.

Achtung: Es gibt Aromaöle, welche bei Katzen gegenteilig wirken oder für sie sogar giftig sind (Lavendel ist zB für Katzen ungeeignet), daher informiert euch bitte ausführlich, welche für eurer jeweiliges Tier den idealen Nutzen haben, ohne es zu gefährden!

Farben
Auch Farben haben einen Einfluss auf uns und unsere tierischen Begleiter. Sie werden nicht nur über die Augen, sondern auch über die Haut aufgenommen und führen zu unterschiedlichen Körperreaktionen. cubes-447703_1920Für Entspannung eigenen sich vor allem Grün, Blau und Violett. Für diese Art von Training könnt ihr beispielsweise die Decke in passender Farbe wählen.
Weitere Möglichkeiten, mit Farben zu arbeiten, bieten das Hundegeschirr, die Schlafplätze und Kratzbäume, Futter- und Wassernäpfe usw. Möchtet ihr mit farbigem Licht arbeiten, solltet ihr euch jedoch unbedingt fachlichen Rat holen, da es hier einiges zu beachten gilt.

Musik / ruhige, sanfte Klänge
Sehr bewährt haben sich bei mir Entspannungs- und Meditationsmusik. Aber auch ruhige, klassische Stücke sind gut geeignet. Am besten nehmt ihr Musik, die euch auch selbst gefällt. Rockmusik, Metal odgl sind hierfür nicht geeignet. Ihr könnt es während der Trainingseinheiten im Hintergrund leise mitlaufen lassen. Auch hier habt ihr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Ihr könnt die Musik zB laufen lassen, wenn eurer Tier allein daheim bleiben muss, oder auch im Auto, wenn es sich da nicht so wohl fühlt.
Auf YouTube findet ihr hierzu ein großes Angebot an diversen Stücken und Musikrichtungen. Dieses Stück liebe ich persönlich besonders, es dauert vier Stunden:

Peaceful & Relaxing

Natürlich ist nicht alles für jedes Tier auch gleich geeignet. Gerade Hunde und Katzen sind zB sehr sensibel auf Gerüche und es gibt durchaus einige, die Aromaöle gar nicht wollen. Auch im Hintergrund laufende Musik solltet ihr sehr leise einstellen. Was für uns kaum noch wahrnehmbar ist, ist für unsere Tiere durchaus noch laut genug. Ihr solltet nach Möglichkeit auch Störungen vermeiden. Das heißt, keinen Fernseher laufen lassen, ggf das Handy und auch die Türklingel abdrehen und unter Umständen die Fenster schließen. Auf diese Weise schafft ihr eine ideale und entspannende Umgebung um eure gemeinsame Kuschel-Zeit so richtig genießen zu können.

Ein Gastbeitrag von Natascha Schlachtner
Hundetrainerin, Beraterin für Hunde- und Katzenhalter, Bachblütenberaterin
Mitglied der VÖHT und des Netzwerks Trainieren statt dominieren

www.canis-et-felis.at, www.voeht.at

www.trainieren-statt-dominieren.de

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Bilder und Grafik: (c) PetCloob.com, (c) Pixabay

Video: (c) Youtube http://utopiansounds.info/

 

ACHTUNG! UNGENIESSBAR!

Hund Schokolade
(c) Pixabay

Eines steht fest: jeder verwöhnt gerne seinen Hund. Die Versuchung ist dabei jedoch immer wieder groß, seiner Fellnase das eine oder andere Häppchen aus der Welt der Zweibeiner zu gönnen. Denn gerade das, was wir als unwiderstehlich köstlich empfinden, wie zum Beispiel Schokolade oder Weintrauben, kann für unsere Hunde schnell gefährlich werden und böse Folgen haben. Man sollte daher vorher ganz genau wissen, welche absolut tabu sind.

Aber was ist für unsere Hunde nun wirklich gefährlich oder sogar giftig?
Grundsätzlich macht die Dosis das Gift – nur weil Ihr Vierbeiner eine Weintraube vertilgt hat, muss er nicht automatisch Symptome einer Vergiftung zeigen.
Trotzdem ist es zu empfehlen, dass folgende Lebensmittel idealerweise erst gar nicht im Futternapf landen:

GENUSSMITTEL (ALKOHOL, KOFFEIN, NIKOTIN)
Bier AlkoholGenussmittel wie Koffein oder Alkohol sind absolut giftige Lebensmittel für den Hund und sollten daher dringend außer Reichweite Ihres tierischen Mitbewohners liegen.
Auch Nikotin zählt dazu. Besonders neugierige Fellnasen wie Junghunde und Welpen sind davon stärker betroffen. Sie können Zigaretten leicht zerkauen und sich dabei vergiften. Schon 5-25 Gramm getrockneter Tabak sind eine ausreichend giftige Dosis für Ihren Hund.

KAKAO, SCHOKOLADE
Kakaohaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Schokolade sollten grundsätzlich nie verfüttert werden. Das für Hunde giftige Theobromin wird vom Körper unserer Fellnasen schwerer abgebaut. Je höher der Kakaogehalt, desto höher ist auch der Anteil des Theobromins. Die höchste Menge an Theobromin ist in purem Kakaopulver zu finden – in 100g stecken rund 2000mg. Ab einer Dosis von 100 – 300mg/Kilogramm Körpergewicht können Herz- und Kreislaufversagen die Folge sein und damit zum Tod führen. Besonders bei kleinen Hunderassen kann hier schon eine kleine Menge an Schokolade ausreichen.

ZWIEBEL, KNOBLAUCH, LAUCH

onion-627138_1920Egal ob roh, gekocht, gegrillt, geschält, getrocknet, in Pulverform oder frisch: Zwiebeln, Lauch und Knoblauch sind in gewissen Mengen (5g/kg Körpergewicht/Tag) Gift für Ihren vierbeinigen Freund. Sie enthalten Sulfide, die die roten Blutkörperchen zerstören und somit eine Blutarmut (Anämie) hervorrufen können. Das ist lebensgefährlich für Ihr Tier.

HÜLSENFRÜCHTE
HülsenfrüchteLinsen, Bohnen und Co. gehören generell nicht in den Futternapf. Im rohen Zustand sind diese giftig und können zu starken Blähungen oder sogar schmerzhaften Krämpfen führen.

STEINOBSTKERNE
Die Kerne, des für uns so leckeren Steinobst wie zum Beispiel Pfirsich, Marille, Kirschen oder Pflaumen enthalten die Giftstoffe Amygdalin und Prunasin, die Blausäure im Organismus des Hundes abspalten. Eine Vergiftung erkennt man an der Atemluft des Hundes, die stark nach Bittermandel riecht. Grundsätzlich empfiehlt es sich, allein schon aufgrund der Größe und entsprechender Verstopfungsgefahr, Obstkerne zu entfernen, bevor man seinem Vierbeiner eine fruchtige Abwechslung im Napf bieten möchte.

WEINTRAUBEN, ROSINEN
RosinenGroße Vorsicht ist bei Weintrauben oder Rosinen geboten. Beides sind für Ihren Hund giftig. Der Verzehr von Rosinen und Weintrauben führt zu Magenkrämpfen, Durchfall, Erbrechen und sogar zu Nierenversagen. Als gefährliche bzw. giftige Menge gelten schon ca. 10-11 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Sollte der Hund Weintrauben oder Rosinen gegessen haben, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

SÜßSTOFF

Süßstoff sollten Hunde grundsätzlich nicht fressen. Xylit ist in einigen zuckerfreien Süßigkeiten, Keksen, Bonbons und Kaugummis enthalten. Den vertragen Hunde oft nicht. Symptome: Erbrechen, Durchfall

ROHES SCHWEINEFLEISCH
SchweinefleichAuf gar keinen Fall sollten Sie Hunde mit rohem Schweinefleisch oder rohem Wildschweinfleisch füttern. Sie können für Hunde zu giftigen Lebensmittel werden, wenn sie das Aujeszky-Virus, die sogenannte Pseudowut, enthalten. Das ist zwar für den Menschen ungefährlich, führt aber bei Hunden zu einer Entzündung des Hirns und der Nerven – mit meist tödlichen Folgen. Obwohl in Österreich das Virus beinahe eingedämmt ist, ist aufgrund der oft nicht nachvollziehbaren Herkunft von Fleisch dennoch Vorsicht geboten.

NACHTSCHATTENGEWÄCHSE    

eggplant-824097_1920Alle rohen Nachtschattengewächse wie Auberginen, Tomaten, Paprika oder ungekochte Kartoffeln enthalten den giftigen Pflanzenstoff Solanin. Insbesondere grüne Tomaten und grüne oder keimende Kartoffeln haben einen hohen Anteil des natürlichen Toxins. Auch das Kochwasser von Kartoffeln sollte immer entsorgt werden und nicht in den Napf kommen.

WAS TUN, WENN ES DOCH EINMAL PASSIERT?
Im Notfall wenn Ihr Hund größere Mengen von giftigen Lebensmitteln zu sich nimmt, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Stoppen Sie sofort jegliche weitere Aufnahme und suchen Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt auf!
  • Wenn noch vorhanden, nehmen Sie eine Probe des konsumierten Lebensmittels zum Tierarzt mit.
  • Bleiben Sie ruhig, eine Hysterie hilft hier niemanden weiter und wirken Sie außerdem beruhigend auf Ihren Hund ein!

Der beste Schutz, dass Ihr vierbeiniger Liebling keine gesundheitsschädlichen Stoffe zu sich nimmt, ist immer noch den Hund unter Beobachtung und gefährliche Lebensmittel stets außer Reichweite zu haben.

Haben Sie Fragen zu der Ernährung Ihres Hundes?

Iris Otto-Siemakowski, als zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde beratet Sie  zur Ernährung Ihres Haustiers und steht für alle Fragen rund um das Thema Fütterung zur Verfügung. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse eines jeden Tieres berücksichtigt. Gerne helft Ihnen Ihnen weiter.

Schreiben Sie ihr unter ios@mrandmrsdog.at!

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Bilder (c) Pixabay

Giftige Lebensmittel für Hunde

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BEENDET: Halloween Gewinnspiel für den Tierschutz

BEENDET

Update: Das ‪#‎PetCloob‬ #Halloween ‪#‎Gewinnspiel‬ ‪#‎Tierschutzt‬ – gesponsert von Tierschutz für Alle ist beendet…
der Zufallsgenerator hat entschieden!
★GEWINNER★
Wir haben soeben die Auslosung mittels Zufallsgenerator (http://tools.superanton.de/gewinnspiel-ausloser.html) durchgeführt.
Der Zufallsgenerator hat entschieden und der Gewinner steht nun fest. Alle anderen nicht traurig sein, das nächste Gewinnspiel kommt mit Sicherheit bald.
Ein herzliches Dankeschön an Tierschutz für Alle
Gewonnen hat:
Theresa Steinke
Herzlichen Glückwunsch & bitte melde dich bei uns!
Ach ja und nicht vergessen mal unsere Seite teilen damit uns mehr Leute kennen und besuchen… Vielen Dank! www.petcloob.com

Bald ist wieder Halloween.

In der Zeit vor dem 31. Oktober tummeln sich Vampire, Hexen und andere GruselgestaltenHalloween Gewinnspiel Tierschutz
Darum möchte PetCloob  zum gruseligsten Tag des Jahres etwas verlosen! In unserem Halloween Gewinnspiel für den Tierschutz verlosen wir, in Kooperation mit dem Blog Tierschutz für Alle, einen exklusiven gehäkelten Schlüsselanhänger in Tierform. Hier kannst du mehr darüber erfahren 🙂

Einfach auf Facebook mitmachen, Foto hochladen und mit ein bisschen Glück gewinnen.
Viel Glück! Und Happy Halloween!

Teilnahmebedingungen:
https://magazin.petcloob.com/teilnahmebedingungen/
Facebook hat nichts mit dem Gewinnspiel zu tun

Ein harter Brocken…

„Gut gekaut ist halb verdaut“ lernt schon jedes Kind. Und so beäugt der Hundebesitzer seinen Fiffi eher skeptisch, wenn dieser wieder einmal genau 30 Sekunden benötigt, um seinen randvollen Futternapf zu leeren. Kommt Ihnen das bekannt vor? Keine Angst, Ihr Vierbeiner zeigt ein normales Fressverhalten.

Schauen wir uns die Hintergründe des Schlingverhaltens an: Als Rudeljäger lauert der Hund, ebenso wie der Wolf, seiner Beute auf, hetzt sie und verschlingt dann nach der Tötung recht schnell in großen Brocken eine riesige Menge auf einmal. Warum zeigt der Hund dieses Fressverhalten? In freier Natur machen Caniden (Hundeartige) nicht ständig Beute und sind oft gezwungen, über mehrere Tage zu fasten. Wenn ein Canide einen Jagderfolg hat, verschlingt er große Mengen des Beutetieres in kürzester Zeit, um sich diese Ressource zu sichern. Wölfe können bis zu 20% ihres Körpergewichtes an Fleisch hinunterschlingen. Bei großen Wölfen kann dies bis zu 10 kg Fleisch sein.

Hund Barf Fleisch
Hund Barf Fleisch (c) Bild: iStock

Der Hund also ist ein Schlingfresser. Er zerkleinert zwar auch in Maßen Obstfasern oder Pflanzenbestandteile im Beutetier (Pansen), aber vorwiegend reißt er größere Stücke aus der Beute und schlingt die Fleischbrocken am Stück hinunter.

Wenn Hunde ausschließlich maulgerechte „Astronautenkost“ bekommen, wie mein Hundetrainer „Trockenfutterpellets“ mal genannt hat, ahnen ihre Besitzer oft gar nicht, was ihr Liebling imstande wäre zu schlucken, wenn man ihn denn ließe. Mancher hat seinen Chihuahua von Trocken- auf Rohfleischfütterung umgestellt und nicht schlecht gestaunt, dass der Winzling Fleischbrocken in Pflaumengröße mit unerschütterlicher Selbstverständlichkeit mühelos zu inhalieren vermag, ohne mit der Wimper zu zucken. Egal, welche Rasse – ob groß oder klein: das Schlingen proportional sehr großer Fleischbissen ist dem Hund angeboren.

Neulich wurde ich zufällig Zeugin einer Unterhaltung zweier älterer Damen, die einander ihr Leid klagten. „Der Moritz ist unmöglich. Der schlingt ja beim Fressen wie ein Wahnsinniger. Wie kann ich dem Hund nur beibringen, dass er kauen muss? Da muss es doch eine Möglichkeit geben, dass der nicht mehr so schlingt. Der verschluckt sich ja dauernd“. Als ich so zuhörte, erinnerte ich mich zurück. Was das Schlingen betrifft, ist dieses Reliktverhalten bei meiner eigenen Hündin sehr stark ausgeprägt. Als ich vor einigen Jahren noch Trockenpellets verfütterte, wurde ihr das natürliche Fressverhalten zum Problem. Sie hat die kleinen extrudierten Pellets oft regelrecht eingeatmet. Immer wieder verschluckte sie sich, würgte stark und machte eigenartige Keuchgeräusche. Langsamer gefressen aber hat sie deswegen nie.

Anti-Schling-Napf
Anti-Schling-Napf (c) Bild. J.Kurth

Ein Freund schenkte uns irgendwann einen Fressnapf mit Innennoppen
. Um diese Noppen muss der Hund drum herum fressen und bekommt die Pellet-Masse nicht komplett zu fassen. Der Fressvorgang wird automatisch verlangsamt und das Schlingen somit ausgebremst. Beim Verfüttern von Trockenfutter sicherlich eine sinnvolle Sache, um einen Extremschlinger vor dem Ersticken zu bewahren.

Wenn der Hund artgerecht mit Fleischbrocken ernährt wird, kommt es äußerst selten zu einem ausgeprägten Verschlucken oder Würgen. Seit sie gebarft werden, haben sich meine beiden Hunden nie wieder verschluckt.

Fleischbrocken haben aber noch mehr positive Aspekte, denn so wie man Futterknochen oft als „Zahnbürste des Hundes“ bezeichnet, so können auch Fleischbrocken diese Funktion übernehmen. Fleischstücke, die wegen ihrer Größe nicht komplett geschluckt werden können, fördern nämlich auch den Zahnstein-Abrieb. Schnell findet man heraus, ab wann Brocken die geeignete Übergröße aufweisen, um dem Hund keine andere Wahl zu lassen, als die große Beißfläche zu bearbeiten und zu zerkleinern. Man kann dann gut beobachten, wie das Futterstück immer wieder im Maul von rechts nach links wandert, indem es seitlich mit dem Fang gepackt wird, um es zu bezwingen. Natürlich sinnvollerweise am besten nicht auf dem teuren Wohnzimmer-Perser.

Brocken aus Muskelfleisch und Innereien
Brocken aus
Muskelfleisch und Innereien
(c) Bild: J. Kurth

Weiterhin fördert die Fütterung mit Fleischstücken die Stärkung der Magenmuskulatur. Der Verdauungstrakt von gebarftenHunden ist kräftig und gut entwickelt. Das wirkt der Gefahr einer Magendrehung entgegen.  Es gibt natürlich Erkrankungen, bei denen es erforderlich ist, dem Hund Fleisch, Grünzeug und Knochen in gewolfter Form zu verabreichen. Ebenso wie manchen Senioren, die diese Futterkomponenten oft nicht mehr so perfekt verdauen können wie junge Hunde. Für die Zahnpflege müssen dann eben andere Kaualternativen gefunden werden, z.B. Geweihabwurfstangen.

Fazit: Fleischfütterung im Rahmen einer B.A.R.F.-Mahlzeit, ganz gleich ob in Brocken oder aus Verdaulichkeitsgründen gewolft, ist die artgerechteste Ernährung, die man einem Hund angedeihen lassen kann. B.A.R.F. weiß einfach den Weg.

Jutta Kurth, B.A.R.F.-Beraterin
www.barfweissdenweg.wordpress.com

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