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Catsitting-Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene – Teil 1

kitten-882058_1920Katzen sind ausgesprochen territoriale Tiere. Daher lassen sich die meisten Katzen während der Abwesenheit ihres Dosenöffners am liebsten in ihrem eigenen Zuhause versorgen. Dort haben sie mit ihren Pheromonen – körpereigenen Duftmolekülen, mit denen Katzen Botschaften untereinander austauschen – unzählige Duftmarkierungen gesetzt. Diese für den Menschen nicht wahrnehmbare Duftlandschaft gibt Katzen ein Gefühl von Sicherheit.

Fremde Umgebungen bedeuten für eine Katze hingegen großen Stress, ebenso wie starke Veränderungen ihrer Tagesroutine. Letztere lassen sich bei Abwesenheit ihrer Menschen nicht vermeiden, gerade deshalb sollte eine Katze in ihrer vertrauten Umgebung betreut werden.

Auch der Katze muss der Catsitter gefallen

Was naheliegend scheint, wird jedoch in der Praxis oft nicht bedacht. Viele Katzenhalter wählen ihren Katzenbetreuer aufgrund von nachbarschaftlicher Nähe, Erfahrung, Empfehlungen und/oder Sympathie aus. Sympathie aus Sicht des Katzenhalters, wohlgemerkt.

1907620_1629806377251622_3284808928112775752_nGenauso wichtig ist jedoch, dass der Aufpasser auch der Katze gefällt. Denn Katzen messen Sympathie mit anderen Maßstäben als ihre Menschen, und nichts ist schlimmer für eine Katze, als wenn während der Abwesenheit ihrer Menschen regelmäßig ein Katzensitter in ihr Revier eindringt, auf den sie mit Furcht oder Aggression reagiert.

Hinzu kommt, dass ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen der Katze im schlimmsten Fall bis zur Rückkehr des Katzenhalters unentdeckt bleiben, wenn sich die Katze während der Besuche des Catsitters stets verängstigt unter dem Bett verkriecht.

Um dies zu vermeiden, sollte der Katzenhalter einen neuen Katzenbetreuer möglichst frühzeitig zu einem Kennenlernen zu sich nach Hause einladen. Reagieren die Katzen auf den Catsitter mit ungewöhnlicher Angst oder Abneigung (d. h. anders, als die Katzen normalerweise auf ihnen unbekannte Besucher reagieren), bleibt so noch ausreichend Zeit, um auf einen anderen Betreuer auszuweichen, mit dem die Katzen besser zurechtkommen.

Seien Sie höflich und ignorieren Sie die Katze

Katzen empfinden es als aufdringlich bis aggressiv, von fremden Menschen angestarrt oder beobachtet zu werden. Daher gelingt das Kennenlernen von Katzen und Catsitter am besten, wenn er die Katzen zunächst scheinbar ignoriert und sich nur auf sein Gespräch mit dem Katzenhalter konzentriert. Macht der Katzenhalter den Katzensitter in ruhiger Atmosphäre mit seinen Aufgaben und den Örtlichkeiten vertraut, siegt bei den meisten Katzen früher oder später die Neugier und sie stellen sich dem Catsitter von selbst vor.

Die Einweisung des Catsitters

Was der Sitter während der Abwesenheit des Katzenhalters zu tun hat, ist grundsätzlich meist schnell geklärt. Oft liegt der Teufel jedoch im Detail, daher empfiehlt es sich, die Einweisung des Catsitters anhand einer möglichst ausführlichen Checkliste durchzuführen.

Erst kürzlich habe ich zum Beispiel von zwei Freigängern erfahren, die zwei Tage lang nichts fressen konnten, weil die Batterien ihres Futterautomaten erschöpft waren. Als der Katzensitter, der die Katzen vereinbarungsgemäß einmal pro Tag versorgte, am Abend des ersten Tages bemerkte, dass sich der Automat nicht geöffnet hatte, wechselte er die Batterien – nur um am Abend des zweiten Tages festzustellen, dass sich der Automat erneut nicht geöffnet hatte. Denn was der Katzenhalter bei der Einweisung des Catsitters vergessen hatte, war zu erwähnen, dass der Automat nach jedem Batteriewechsel neu programmiert werden muss.

Um Fälle wie diese zu vermeiden, finden Sie hier eine Vorlage für eine detaillierte Checkliste zur Einweisung Ihres Katzenbetreuers. Passen Sie die Liste einfach an Ihre Situation an, indem Sie nicht Zutreffendes löschen und Fehlendes ergänzen, und händigen Sie Ihrem Catsitter für das Einweisungsgespräch ebenfalls eine Kopie der Checkliste aus, damit er sich entsprechende Notizen machen kann: Checkliste

Über den Autor

Kirsten Fischer ist Inhaberin von kätts, einer Hamburger Manufaktur mit Onlineshop für artgerechtes Katzenspielzeug aus natürlichen, so weit wie möglich naturbelassenen Materialien. Mit ihrem Shop und einem angeschlossenen Katzeninfo-Blog möchte sie dazu beitragen, Langeweile und Übergewicht, zwei der größten Problemen heutiger Hauskatzen, entgegenzuwirken und ein stärkeres Bewusstsein für die artspezifischen Bedürfnisse von Katzen zu schaffen.

Mit Katzen gemeinsam ins Neue Jahr

Untitled design(3)Kaum ist die Weihnachtszeit vorbei, geht der Stress gleich weiter. Vor allem für Katzen, welchen die vielen Veränderungen gar nicht gefallen: Schmuck, Gäste, ein Weihnachtsbaum mitten im Raum – damit kann der Vierbeiner jetzt vielleicht schon umgehen. Aber plötzlich kommen noch Knaller und zischendes Licht hinzu. Das kann schnell zu viel werden!

Damit Katzen deshalb nicht in Panik geraten, über Tage verschwinden oder auf einmal die Wohnung zerkratzen, kann man einiges tun.

Routine bringt Sicherheit

Katzen sind Gewohnheitstiere und je weniger sich verändert desto besser. Daher darf man trotz der vielen Veränderungen auf keinen Fall das Verhalten gegenüber der Katze verändern: Spiele weiter mit ihr, schmuse und streichle Deinen Liebling. Sobald die Katze Angst zeigt (weil draußen vielleicht schon die ersten Knaller gezündet werden, obwohl es noch mitten am Tag ist), darfst Du sie nicht trösten. Denn sonst bekommt Dein Vierbeiner den Eindruck, dass wirklich Gefahr besteht. Und dann gerät das Tier tatsächlich in Panik!

Ruhigen Rückzugsort für Katze schaffen

Ob Haus- oder Freigängerkatze, beide sollten in der Silvesternacht nicht das Haus verlassen. Denn auf Brand- oder Augenverletzungen verzichten alle lieber.

Deshalb schaffe am besten schon einige Tage vor dem 31.pexels-photo-10913Dezembereine Rückzugsmöglichkeit für den Vierbeiner. So hat das Tier Zeit, sich an die neue „alte“ Umgebung zu gewöhnen. Gleichzeitig kann die Katze dann schon einmal üben, wie es ist, mehrere Stunden in einem Zimmer zu sein. Dort gibt es zwar gewohntes Spielzeug, Futter und Katzenkörbchen, aber eben keinen Fenster- oder Türspalt, durch den man schnell entweichen könnte.

Ablenkung schaffen

Überhaupt sollte die Katze so wenig wie möglich von dem Krach draußen bemerken. Türen, Fenster und Katzenklappe müssen daher fest jumping-cute-playing-animals-mediumverschlossen bleiben. Im Katzenzimmer werden die Vorhänge zugezogen und vielleicht auch ein bisschen Musik gespielt (die die Katze natürlich schon kennt). Der vierbeinige Liebling darf außerdem nicht allein gelassen werden. Vor allem zu Beginn des Feuerwerks sollte jemand bei ihr bleiben und mit ihr spielen.

Ruhiges Silvester für alle

Wenn die Katze trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in Panik gerät, können Bachblüten helfen. Einfach mit ins Trinkwasser geben und die Katze beruhigt sich. Damit sollte allerdings schon ein paar Tage vor der Silvesternacht begonnen werden, damit sich das Tier an die Wirkung gewöhnt.

Am einfachsten wäre es für jede Katze natürlich, wenn man den Jahreswechsel ganz ohne Lärm und Lichter verbringt. Wer nicht darauf verzichten möchte, hat vielleicht einen Katzensitter, der gern mit dem Vierbeiner ein paar Tage verbringt. Und wer erst einen kennenlernen will, unkompliziert und kostenlos, der besucht einfach einmal petcloob.com. So wird Silvester für alle ein angenehmes Fest ins Neue Jahr!

Bilder und Grafik: (c)Pixabay, (c) Pexels und (c) PetCloob.com

Entspannungstraining für Hund und Katze

Wenn Stress, Hektik, Unruhe und Zeitdruck zur Belastung werden!

Vor allem in der Großstadt werden unsere Hunde und Katzen mit all diesen Dingen Tag für Tag konfrontiert. Sie müssen in unseren Alltag integriert werden, was eine große Anstrengung für sie bedeuten kann. Um damit gut umgehen und all die vielen Eindrücke verarbeiten zu können, sind sie auf unsere volle Unterstützung angewiesen. Wir sind dafür verantwortlich, ihnen die Ruhe und Entspannung zu ermöglichen, die sie für ihre Entwicklung und für ein ausgeglichenes Leben benötigen.

Hintergrund des Trainings

Ziel ist es, dem Tier dabei helfen zu können, mit ängstigenden oder stressigen Situationen besser zurecht zu kommen und sie entspannter meistern zu können. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, durch ein entsprechend aufgebautes Signal in schwierigen Momenten auch aktiv unterstützend einzugreifen.

Bei diesem Signal handelt es sich jedoch nicht um ein einfaches Kommando. Richtig aufgebaut und immer wieder neu „aufgeladen“ kommt es im besten Fall zu einer bestimmten Hormonausschüttung, die bewirkt, dass sich der Organismus beruhigt und sich so das Tier ein bisschen besser fühlt. Es ist dasselbe Hormon, welches auch zwischen Mutter und Kind ausgeschüttet wird und für eine vertrauensvolle Bindung mit verantwortlich ist.

Natürlich lässt sich auch ohne dieses Hormon das Gefühl von Ruhe und Entspannung „einfangen“ und in für das Tier unangenehmen Momenten unterstützend einsetzen.

Entspannung zu Hause

Bei gemeinsamen Kuscheleinheiten, wenn der Hund oder die Katze richtig entspannt ist und das Streicheln genießt, sagt ihr ab und zu ein bestimmtes Wort, welches das Tier dann nach und nach mit dem entspannten Gefühl und der vertrauensvollen Nähe verknüpft. Das Wort sollte ein Einfaches sein, welches im Alltag nicht verwendet wird, damit es sich nicht „abnutzt“. Es muss keine große Bedeutung haben, kann auch ein Fantasiewort sein. Wichtig ist, dass es immer gleich und (bei mehreren Bezugspersonen) von euch allen verwendet wird. Gängige Beispiele für ein solches Wort sind „easy“, „ruhig“ oder auch „Om“ – es sollte weich und angenehm klingen und kann auch etwas langgezogen ausgesprochen werden.

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Weiteres ist dies nichts, was ihr mal eben zwischen Tür und Angel machen könnt.

Nicht nur euer Tier sollte für diese Trainingseinheiten entspannt sein, sondern auch ihr. Daher nicht ausführen, wenn ihr gerade gestresst und/oder mit den Gedanken ganz wo anders seid. Vorteil dabei ist, dass ihr euch auf diese Weise auch selbst mit konditioniert. Das bedeutet, dass in stressigen Situationen dieses Wort nicht nur eurem Hund/eurer Katze helfen kann, sich ein bisschen zu beruhigen, sondern auch euch selbst.

Stress, Angst oder Unruhe reduzieren

Ergänzend zum Wort könnt ihr auch verschiedene andere Sachen mit in das Training einbauen, welche unterschiedliche Verwendungszwecke erfüllen können. Auf diese werde ich hier näher eingehen.

Eine eigene Decke

Ihr breitet sie für das Entspannungstraining aus und räumt sie anschließend wieder weg, sie liegt also nicht durchgehend herum. kaboompics.com_Sleeping puppy - KopieIn bestimmten Situationen könnt ihr sie als „Entspannungsplatz“ mitnehmen und ggf ausbreiten. Beispiele hierfür sind Restaurantbesuche, der Gang zum Tierarzt (für Hunde breitet ihr sie zB im Wartezimmer aus, Katzen könnt ihr sie direkt in die Transportbox legen), oder eben auch Zuhause, wenn ein aufregendes Ereignis bevorsteht (bei Besuch, an Festtagen, insbesondere Silvester, etc)

Aromaöle

Gerade Hunde und Katzen reagieren sehr gut auf Gerüche. Aromen haben  unterschiedliche Auswirkungen auf Tiere (und auch uns Menschen).
Bei dieser Art von Training sind natürlich beruhigende und entspannende Düfte sinnvoll. Solch eine Wirkung haben zB Lavendel, Sandelholz und Vanille. Darüber hinaus gibt es auch einige Duftmischungen, die unterschiedliche Düfte kombinieren, welche sich in ihrer Wirkung super ergänzen. Wichtig ist, die Öle nicht pur zu verwenden, sondern für die sensiblen Tiernasen entsprechend stark zu verdünnen.

Achtung: Es gibt Aromaöle, welche bei Katzen gegenteilig wirken oder für sie sogar giftig sind (Lavendel ist zB für Katzen ungeeignet), daher informiert euch bitte ausführlich, welche für eurer jeweiliges Tier den idealen Nutzen haben, ohne es zu gefährden!

Farben
Auch Farben haben einen Einfluss auf uns und unsere tierischen Begleiter. Sie werden nicht nur über die Augen, sondern auch über die Haut aufgenommen und führen zu unterschiedlichen Körperreaktionen. cubes-447703_1920Für Entspannung eigenen sich vor allem Grün, Blau und Violett. Für diese Art von Training könnt ihr beispielsweise die Decke in passender Farbe wählen.
Weitere Möglichkeiten, mit Farben zu arbeiten, bieten das Hundegeschirr, die Schlafplätze und Kratzbäume, Futter- und Wassernäpfe usw. Möchtet ihr mit farbigem Licht arbeiten, solltet ihr euch jedoch unbedingt fachlichen Rat holen, da es hier einiges zu beachten gilt.

Musik / ruhige, sanfte Klänge
Sehr bewährt haben sich bei mir Entspannungs- und Meditationsmusik. Aber auch ruhige, klassische Stücke sind gut geeignet. Am besten nehmt ihr Musik, die euch auch selbst gefällt. Rockmusik, Metal odgl sind hierfür nicht geeignet. Ihr könnt es während der Trainingseinheiten im Hintergrund leise mitlaufen lassen. Auch hier habt ihr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Ihr könnt die Musik zB laufen lassen, wenn eurer Tier allein daheim bleiben muss, oder auch im Auto, wenn es sich da nicht so wohl fühlt.
Auf YouTube findet ihr hierzu ein großes Angebot an diversen Stücken und Musikrichtungen. Dieses Stück liebe ich persönlich besonders, es dauert vier Stunden:

Peaceful & Relaxing

Natürlich ist nicht alles für jedes Tier auch gleich geeignet. Gerade Hunde und Katzen sind zB sehr sensibel auf Gerüche und es gibt durchaus einige, die Aromaöle gar nicht wollen. Auch im Hintergrund laufende Musik solltet ihr sehr leise einstellen. Was für uns kaum noch wahrnehmbar ist, ist für unsere Tiere durchaus noch laut genug. Ihr solltet nach Möglichkeit auch Störungen vermeiden. Das heißt, keinen Fernseher laufen lassen, ggf das Handy und auch die Türklingel abdrehen und unter Umständen die Fenster schließen. Auf diese Weise schafft ihr eine ideale und entspannende Umgebung um eure gemeinsame Kuschel-Zeit so richtig genießen zu können.

Ein Gastbeitrag von Natascha Schlachtner
Hundetrainerin, Beraterin für Hunde- und Katzenhalter, Bachblütenberaterin
Mitglied der VÖHT und des Netzwerks Trainieren statt dominieren

www.canis-et-felis.at, www.voeht.at

www.trainieren-statt-dominieren.de

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Video: (c) Youtube http://utopiansounds.info/

 

ALLE JAHRE WIEDER… SILVESTERANGST!

Tierische Angsthasen oder wie man ganz entspannt mit Hund ins Neue Jahr rutschtTierische Angsthasen oder wie man ganz entspannt mit Hund ins Neue Jahr rutscht

(Gastbeitrag)

Kaum ist er da der letzte Tag im Jahr, kracht es draußen schon in den frühen Morgenstunden. So mancher Zweibeiner wird schon Tage vor dem Rutsch ins Neue Jahr nervös, denn einige unserer vierbeinigen Lieblinge finden Silvester und die damit verbundene Knallerei so gar nicht lustig. Eingeklemmte Rute, Hecheln, Winseln, Anspannung und Ruhelosigkeit sind Anzeichen, die auf Angst hinweisen und schlimmstenfalls zu einer richtigen Panik beim Hund führen können. Beginnen Sie daher schon rechtzeitig mit sanfter Unterstützung aus der Natur, damit Hund und Mensch ganz entspannt den Silvesterabend verbringen können.

Wir empfehlen Ihnen aus Überzeugung die folgenden, natürlichen Tipps für Ihren Hund:

  • Kauartikel sind an diesem Abend eine willkommene Abwechslung! Greifen Sie zu langlebigen Kauartikeln wie Geweihe von Hirschalm oder Kauwurzeln von Chewies. Getrocknete Rindernackensehnen oder Ochsenziemer sind ebenfalls eine sehr willkommene Abwechslung.• Lenken Sie Ihren Hund mit tollen Futtersuchspielen ab z.B. von My Intelligent Dogs ab.
  • Desensibilisieren Sie Ihren Hund im Vorfeld und gewöhnen Sie an die speziellen Silvester-Geräusche. Auf Youtube finden Sie kostenlos ein tolles Angebot.• Setzen Sie auf Magnesium! Der Mineralstoff wirkt beruhigend und entspannend bei Unruhe und Angst. z.B: Schüsslersalz Nr.7 Magnesium phosphoricum D6.
  • Aromatherapie kann ebenso helfen, den Hund zu beruhigen. Ätherische Öle in einer Duftlampe oder eine Kräutermischung als Duftkissen, welches man dem Hund an seinen Platz legt, eignen sich gut, um zu mehr Ausgeglichenheit und Entspannung (z.B. Lavendel, Melisse, Kamille) zu gelangen.
  • Kräuter als Nahrungsergänzung: getrocknete Kräuter dem Futter beigemischt, unterstützen Ihren Hund bei Problemen mit Nervosität, Stress und Angstzuständen (z.B. eine Mischung aus Kamillenblüten, Baldrianwurzel, Melissenkraut, Hopfenzapfen, Malvenblätter und Weißdornfrüchte). Beginnen Sie bereits 2 Wochen vor Silvester mit dieser Angsthasenkur! 3g täglich für Hunde bis 20kg, 2x3g täglich für Hunde ab 21kg
  • Bachblüten: Blütenessenzen entfalten ihre Wirkung auf der seelischen Ebene, in dem sie dem Hund helfen mit zeitweise auftretenden seelischen Verstimmungen, deren Ursache nicht in einer körperlichen Erkrankung zu suchen sind, konstruktiver umgehen zu lernen. Eine spezielle Silvester-Mischung aus unterschiedlichsten Blütenessenzen hilft dem Hund mit seiner Angst umzugehen und diese zu überstehen. Auch hier beginnen Sie mindestens 1 Woche vor Silvester mit der Gabe von täglich 4×4 Tropfen entweder in den Wassernapf oder ins Futter. Ist der Hund sehr mäkelig, kann die Mischung auch ins Genick des Hundes oder auf die Pfote geträufelt werden. Am Silvesterabend kann die Mischung mittels 2 Tropfen auch direkt ins Maul gegeben werden.
    Alternativ kann man auch Bachblütenkekse z.B. von Phillys anbieten. Diese sind auch gleichzeitig eine tolle Belohnung für Angsthasen.

Und einen letzten ganz wesentlichen Punkt sollte man nicht außer Acht lassen: Auch Fressen beruhigt unsere Fellnasen. Ein besonders köstliches Festmahl am Nachmittag entspannt zusätzlich und ist obendrein ein positives Erlebnis für Ihren Hund.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesundes, wunderschönes, tierisches 2016 und viel Erfolg beim Silvestertraining in den kommenden Wochen!

Haben Sie Fragen zu diesen Silvestertipps, freue ich mich auf Ihre Nachricht.

Mehr Informationen zu dem Thema artgerechte Ernährung finden Sie unter http://www.MrandMrsDog.at

Kontakt:
ios@mrandmrsdog.at

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Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Unsere Freunde gehören nicht unter den Weihnachtsbaum!

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Kaum ist die Adventszeit angebrochen, werden auch schon die ersten Wunschzettel geschrieben. Und auch dieses Jahr wird auf vielen wieder ein Wunsch stehen: ein Haustier. Dass dieser Wunsch vor allem jetzt nicht erfüllt werden sollte, hat viele Gründe.

Haustiere sind keine Ware!

Ein Haustier, ob Hund, Katze, Kaninchen, Wellensittich, Maus oder Schildkröte, ist kein Geschenk wie eine Hose, die man nach den Festtagen einfach umtauschen kann. Auch wenn viele das immer noch anders sehen. Denn gerade nach Weihnachten sind Tierheime so voll wie sonst nie im Jahr. Haustiere sind Freunde, die nicht einfach abgegeben werden wollen, sobald sie keinen Spaß mehr machen. Denn auch sie haben Gefühle, die man respektieren muss.

Die Entscheidung für ein Tier muss wohl überlegt sein.

Die Entscheidung für ein neues Familienmitglied muss gut überlegt sein. Und das mit der gesamten Familie! Denn vorab muss geklärt werden, ob der Vier- oder Zweibeiner wirklich gepflegt und betreut werden kann. Da spielen Zeit und Geld die entscheidende Rolle! Nur wer sich vorher darüber Gedanken macht, zeigt das Verantwortungsbewusstsein, das notwendig ist. Mit der gesamten Familie muss besprochen werden:

  • wer sich im Alltag um das Tier kümmert, z.b. mit ihm Gassi geht, mit ihm spielt oder es auch erzieht,
  • wer den Stall, die Katzenbox oder den Käfig putzt,
  • wer mit ihm zum Tierarzt geht (z.B. um die notwendigen Impfungen zu bekommen),
  • ob jemand in der Familie eine Allergie hat,
  • ob der Mietvertrag die Haustierhaltung erlaubt,
  • ob genügend Geld für den neuen Mitbewohner vorhanden ist (z.b. für Haltung, Futter, Tierarztbesuche),
  • wer sich um das Tier kümmert, während man im Urlaub ist.

Diese Punkte sollten gründlich mit allen diskutiert werden. Bis die Entscheidung für ein Haustier fällt, können deshalb schon einmal mehrere Wochen oder Monate vergehen. Aber es lohnt sich, denn nur so kann wirklich gewährleistet werden, dass man bereit für ein neues Familienmitglied ist.

Weihnachtszeit ist Stress pur, vor allem für Tiere!

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Wenn nichts gegen ein Haustier spricht, sollte dennoch kein Tier zur Weihnachtszeit verschenkt werden. Denn Weihnachten ist Stress pur! Nicht nur für den Menschen, sondern vor allem auch für die Tiere. Zu viele Personen, Kerzen, Lärm, Schmuck und so viel Aufregung sind kein entspannter Einstieg in den neuen Lebensabschnitt für Hund und Katze. Vor allem die ersten Tage müssen ruhig sein, damit das Tier die Angst verliert und Vertrauen zu seiner neuen Familie fasst. Die Weihnachtszeit ist dafür gänzlich ungeeignet!

Alternative Tiergeschenke

Deshalb erfüllen Sie den Tierwunsch lieber auf andere Weise! Verschenken Sie Bücher zu Tieren, Stofftiere oder die Möglichkeit, sich zuerst einmal als Haustierbesitzer zu versuchen. DSC_0078Plattformen, wie petcloob.com, bieten dafür die optimale Möglichkeit. Denn dort können Tierliebhaber für kurze Zeit Haustiere betreuen, während deren Besitzer keine Zeit haben. Auf diese Art und Weise kann auch mit der gesamten Familie getestet werden, welches Haustier am besten zu einem passt und ob man überhaupt genug Zeit für die Pflege und Betreuung hat. Gleichzeitig wird klar, ob das Kind wirklich langfristig Interesse an einem Haustier hat. Denn leider passiert es noch viel zu oft, dass die Begeisterung schnell erlischt, sobald die Katze kratzt, der Kaninchenstall komisch riecht oder der süße Hundewelpe Pfützen in der Wohnung hinterlässt.

Weihnachtsfreude auch nach dem Fest!

Wer keine Tiere zu Weihnachten verschenkt, kann damit beiden Seiten dennoch ein schönes Fest bereiten. Kinder sind nicht enttäuscht, wenn der Vierbeiner sich plötzlich als echtes Tier entpuppt, und Tiere nicht traurig, wenn sie am 27. Dezember wieder im Tierheim landen. Die Freude über ein neues Familienmitglied ist auch nach den Festtagen bei allen umso größer, wenn man wirklich genug Zeit hat sich kennenzulernen. Und das nicht nur für kurze Zeit sondern über viele Jahre!

 

Kostverächter – Von wählerischen Schleckermäulchen und anderen Fellnasen

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Gastartikel

Die meisten Hunde fressen ihr Futter gerne – oft sogar viel zu gerne, was sich über kurz oder lang auf die schlanke Hundelinie schlagen kann. Es gibt aber auch das komplette Gegenteil, nämlich jene Hunde, die „schlechte Esser“ sind. Diese Hunde verweigern ihr Futter, sondieren lustlos das Gemüse vom Fleisch, ekeln sich vor ihren Mahlzeiten und bescheren so dem Besitzer die eine oder andere schlaflose Nacht.

Viele Besitzer lassen sich nur allzu schnell von dem sehnsüchtigen Blick ihres vierbeinigen Lieblings erweichen und versuchen immer wieder neue Leckereien für ihn aufzuspüren, in der Hoffnung, Bello’s Gusto endlich zu treffen. Das geht zwar eine Zeit gut, aber spätestens nach ein paar Tagen schmeckt das Futter plötzlich nicht mehr und wird wieder verschmäht. Genau diese Vorgehensweise ist aber oft das Problem bei Kostverächtern. Sie werden dadurch regelrecht zum Mäkeln erzogen.
Was kann man also tun, wenn die eigene Fellnase nicht fressen will?

Zuerst muss abgeklärt werden, ob körperliche Beschwerden die Ursache für die Verweigerung des Futters sind. Erkrankungen der Leber, der Nieren aber auch der Bauchspeicheldrüse können zu einem schlechten Fressverhalten führen. Eine gründliche Untersuchung beim Tierarzt sollte daher der erste Schritt sein. Liegen keine Indikationen vor, gibt es eigentlich keinen Grund dafür, dass der Hund sein Futter stehen lässt. Ziel ist es daher, dem Hund die Mahlzeit wieder schmackhafter zu machen.

Um hier erfolgreich zu sein, ist Konsequenz das oberste Gebot der Stunde. Stellen Sie Ihrem Hund das Futter wie gewohnt an seinen Platz. Warten Sie max. 10 Minuten darauf, dass der Hund zu fressen beginnt. Verweigert er, nehmen Sie ihm den Futternapf wieder weg. Bis zur nächsten Mahlzeit bekommt der Hund nichts zu fressen – auch keine Leckerlis. Ein Hund mit vollem Leckerli-Bauch hat keinen Appetit. Ist es Zeit für die nächste Fütterung, stellen Sie ihm wieder das gleiche Futter hin. Verweigert er abermals das Futter, nehmen Sie es wieder weg. Das klingt ziemlich hart und für so manches Hundebesitzerherz unerträglich, aber glauben Sie mir, es ist noch kein Hund vor dem vollen Futternapf verhungert. Der Hund wird bald – nämlich dann aus einem natürlichen Hungergefühl heraus – wieder zu fressen beginnen. Bei dieser Methode ist es extrem wichtig, standhaft zu bleiben und nicht nachzugeben. Sonst war alle vorangegangene Mühe umsonst.

Eine weitere sehr erfolgreiche Methodik ist es, dem Hund das Futter selbst erarbeiten zu lassen. Dazu kann man das Futter einerseits in ein Suchspiel einbinden oder das Futter zum Beispiel in einer Papierrolle einwickeln und Hund muss sich so langsam zu seiner Beute vorarbeiten.

 Hunde Trockenfutter Hunde Nassfutter Hunde Ergänzungsfutter Hunde Snacks Rohfleisch/Barf/Corf Vegetarisches Futter Hunde Spielzeug Hunde Zubehör Hunde Schlafplätze Hunde Gesundheit Hunde Pflege

Achten Sie auf Ihre eigene Reaktion! Die Sorgen des Hundehalters übertragen sich nur zu leicht auf den Vierbeiner und beeinflussen ihn im Fressverhalten. Um dies auszuschließen, empfiehlt es sich, entweder das Futter für einige Zeit durch eine andere Person zu verabreichen oder während der Fütterung kurz den Raum zu verlassen. Der Hund sollte sich beim Fressen nicht beobachtet oder gar kontrolliert fühlen. Wir Menschen finden es ja auch nicht berauschend, wenn uns jemand beim Essen unentwegt anstarrt.

Ein weiterer Tipp ist es, seine Fellnase vor der Mahlzeit bei einem langen Spaziergang zu fordern. Dadurch entwickelt sich ein größeres Hungergefühl. Es gibt viele Hunde, die zu wenig Bewegung haben und sich dadurch zu schlechten Essern entwickeln können.

Auch der Futternapf Ihres Lieblings kann schuld daran sein, dass er das Futter ablehnt. Hunde haben auch hier ihre Vorlieben und mögen gewisse Materialien und deren Eigengerüche nicht. Eine Schale aus Keramik oder Porzellan ist hier Plastik- oder Metallnäpfen vorzuziehen. Oft bringt ein Futternapfwechsel schon den gewünschten Erfolg!

Haben Sie Fragen zu der Ernährung Ihres Hundes?

Iris Otto-Siemakowski, als zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde beratet Sie  zur Ernährung Ihres Haustiers und steht für alle Fragen rund um das Thema Fütterung zur Verfügung. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse eines jeden Tieres berücksichtigt. Gerne helft Ihnen Ihnen weiter.

Schreiben Sie ihr unter ios@mrandmrsdog.at!

Mehr Infos unter www.mrandmrsdog.at

Bilder (c) Shutterstock

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Alles Kacke…oder was?

#Hundekot #Petcloob #Hundehaufen #Hunde #Kot

Heutzutage hätte der interessierte Gassigänger ausreichend Gelegenheit, die Beschaffenheit von Hundehaufen zu studieren, denn auf deutschem Asphalt finden sich (leider) genügend davon. Aber wer macht das schon? Wer bleibt stehen und bückt sich gar hinunter zu den Exkrementen von “anderleuts” Vierbeinern? Ich muss gestehen: Ich tu`s. Denn ein Hundehaufen sagt mir oft mehr als tausend Worte. Der Kot eines gesunden Hundes, der Hundekot_Gassi_petcloobshutterstockartgerecht ernährt wird, sieht nämlich anders aus als die Haufen vieler Hunde, die das –oft unwissentlich- nicht werden.

Die Haufen jener Hunde, die ausschließlich mit kommerziellen Futtermitteln gefüttert werden, sind z.B. recht voluminös und nicht selten noch voll mit Spelzen und Getreideresten, die in den meisten Extrudaten leider im Überfluss enthalten sind. Ich nenne diese Hunde gerne „Schlechtkost-Hunde“.

Häufig führen die Inhaltsstoffe (hier vor allem zu viel Stärke), Konservierungsstoffe und Antioxidantien in extrudiertem Industriefutter durch eine Verkettung diverser gesundheitlicher Folgen irgendwann zu chronischem Durchfall. Auch auf viele Dosenfutter trifft dies leider zu.

Und so kann man nicht selten Hunde beobachten, die mit zitternden Hinterläufen ihren Durchfall hinten herausspritzen. Riesige stinkende Pfützen sondern diese Tiere ab. Auch pastöse „Farbhügel“ begegnen einem häufig, die nicht gerade dazu angetan sind, sie gut in einen Kotbeutel hinein befördern zu können.

Einige Hundebesitzer glauben tatsächlich fälschlicherweise, es sei ein Gütemerkmal ihres Futters, dass ihr Hund mal so richtig „einen Riesenschiss raus donnert“. Wenn der Stuhl dann immer dünner wird oder sogar Juckreiz und Fellprobleme hinzukommen, dann reiht sich plötzlich ein Tierarztbesuch an den nächsten und diverse Futtermarken werden erfolglos ausgetestet. Ich kenne Hunde, die schon bei der 10. Trockenfuttersorte angelangt sind. Durch Futtermittelallergien ausgelöste Durchfälle gehören heute mit zu den häufigsten Gründen für eine Tierarztkonsultation.

Wie also sieht gesunder Kot aus?

Gut geformt und nicht breiig, gut zu beseitigen, dunkelbraun (bei Fleischfütterung) oder auch in der Farbe des verfütterten Gemüses oder Obstes. Sehnen, Lunge, Blut, Leber machen meistens einen schwarzen Kot. Knochenfütterung oder

@ J.Kurth
Typischer Kot von artgerecht gefütterten Hunden (kl. Volumen, fest und verdichtet, schwach riechend, lässt sich gut am Stück anheben) @J. Kurth

Fütterung von Milchprodukten macht helleren Kot. Gesunder Kot riecht kaum und ist recht verdichtet und fest, da fast alle Inhaltsstoffe verwertet werden konnten.

Große pastöse Haufen, die verfärbt sind und stark riechen, deuten auf eine nicht optimale Fütterung (z.B. stark riechendes und gefärbtes Dosenfutter, extrudiertes Trockenfutter, unausgewogene Rohfütterung).

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Typischer Kot von „Schlechtkost-Hunden“ (gr. Volumen, pastös, oft spelzig, stark riechend, stark gefärbt, lässt sich nicht am Stück anheben) @ J. Kurth

Wie häufig sollte der Kotabsatz stattfinden?

1-2-mal täglich; bei Fleischfütterung kann es weniger sein. Es gibt gar Hunde, welche auf natürliches Futter umgestellt wurden, die plötzlich nur noch alle 2 Tage ihr Geschäft erledigen. Auch das kann normal sein.

Wenn Ihr Hund unnatürlich verfärbten Stuhl absondert, stinkenden Durchfall hat (oft würzig riechend) oder glänzenden Fettstuhl absetzt und zu Blähungen neigt, dann sollten Sie über eine Futterumstellung nachdenken. Auch die Überprüfung einiger Laborparameter kann sinnvoll sein.

Es gibt gute Tierheilpraktiker, die Ihnen behilflich sein können. Auch der eine oder andere Tierarzt beschäftigt sich mittlerweile ernsthaft mit Biologisch Artgerechter RohFütterung (BARF). Weiterhin gibt es inzwischen gut ausgebildete Ernährungsberater. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass es auch (häufig genetisch bedingte) Erkrankungen gibt, die trotz artgerechter Fütterung mit zu weichem Stuhl, zu hartem Stuhl, Fettstuhl etc. einhergehen. Auf diese Hunde beziehe ich mich oben nicht.

Dennoch: Auch bei diesen, oft chronischen, Krankheitsbildern kann durch sinnvolle Ernährungsanpassung geholfen werden. Beispielsweise kann man einem Hund mit exokriner Pankreasinsuffizienz (EPI) durch eine Streichung bzw. Modifikation bestimmter Futterkomponenten und die Gabe von Enzymen gut helfen, die typischen Fettstühle zu verbessern.

Fazit: Beim gesunden Hund sollte hinten weniger raus kommen als vorne rein kam. Achten Sie bei Ihrem Vierbeiner mal drauf.

Ein Gastbeitrag von Jutta Kurth, BARF-Beraterin

http://www.barfweissdenweg.wordpress.com

Grafik @J. Kurth

Bild: @iStock und Beitragsgrafik: @Shutterstock von PetCloob bearbeitet

Mit DogDance in ein neues Leben

Dogdance © R. Ploder
© R. Ploder

„Hunde aus Tierheimen? Auf keinen Fall! Die sind doch nur aggressiv oder vollkommen verängstigt!“ Das denken sich viele, wenn sie über die Anschaffung eines Hundes nachdenken. Und teilweise stimmt es auch. Tierheimhunde zeigen häufiger Verhaltensprobleme und landen bei einer Vermittlung irgendwann schlussendlich doch wieder im Tierheim. Dass das keine Lösung ist, sollte jedem klar sein. Denn den Hunden wird so auf keinen Fall geholfen. Sie drehen sich sprichwörtlich im Kreis und können ihre Probleme nicht lösen. Denn die werden auf diese Art eher noch verstärkt. Ein Türöffner für diese Hunde könnte DogDance darstellen. Und das kann jeder mit Hund

Studien von Luescher und Medlock (2009) zeigen bereits, dass Training mit Tierheimhunden positive Auswirkungen haben. Dabei konnten Hunde die ein Training absolvierten, 1,4-mal öfter vermittelt werden, als Hunde ohne Training. Das heißt, dass die Vermittlungsrate durch ein Training angehoben werden kann.

Die laufende Masterarbeit von Renate Ploder soll nun eine erste wissenschaftliche Analyse der Auswirkungen von Beschäftigungsmaßnahmen in Form von DogDance auf Tierheimhunde darstellen. Die Frage, ob sich das Verhalten der Tierheimhunde nach gezielten Trainings- und Beschäftigungsmaßnahmen in Form von DogDance-Training in Hinblick auf eine Abnahme von aggressiven und/oder ängstlichen Verhalten verändert, soll mit dieser Arbeit beantwortet werden.

Die Testhunde

Im Rahmen der Arbeit werden Tierheimhunde des Landestierschutzvereins Steiermark Graz/Grabenstraße herangezogen. Da man junge und ausgewachsene Hunde nicht vergleichen kann, beträgt das Mindestalter der Hunde für diese Studie 15 Monate. Es gibt sowohl eine Testgruppe, als auch eine Kontrollgruppe. Das heißt, es gibt eine Gruppe von Hunden, die ein Training absolvieren, wie auch Hunde, die keines absolvieren. Mit beiden Gruppen werden die gleichen Tests durchgeführt. Dadurch kann man untrainierte und trainierte Hunde miteinander vergleichen und mögliche Unterschiede feststellen.

Die Studie mit Hunden

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Dogdance © R.Ploder

Die Hunde durchlaufen einige Testsituation, die gefilmt und anschließend mit einem Videoanalyseprogramm mittels Ethogramm (Verhaltenskatalog) ausgewertet werden. Diese Tests beinhalten einige Alltagssituationen und einen Standardspaziergang. Dieser Spaziergang ist, wie der Name schon sagt, standardisiert, er läuft also immer gleich ab. Um herauszufinden, wie sich der Hund in einem neuen Zuhause mit neuem Besitzer verhalten würde, ist der Hundeführer bei jedem Test eine für den Hund fremde Person.

Die Hunde, sowohl Test- als auch Kontrollgruppe, durchlaufen diese Tests insgesamt zweimal. Bei der Testgruppe finden die Tests vor und nach der Trainingszeit statt. Wie bereits gesagt, absolviert die Kontrollgruppe kein Training. Hier liegen zwischen den zwei Testsituationen zwei Wochen. Theoretisch sollte sich das Hundeverhalten der Kontrollgruppe nicht ändern, während es sich bei der Testgruppe sehr wohl ändern sollte. Ob das wirklich so zutrifft und wie effektiv das Training ist, wird sich nach der Analyse und Datenauswertung, die noch nicht stattgefunden hat, zeigen.

Das Training

Die Hunde der Testgruppe werden innerhalb von zwei Wochen in sechs Einheiten zu je ca. einer Stunde im DogDance trainiert. Sprich, insgesamt erhalten die Hunde ca. sechs Stunden Training. Trainiert wird am Hundeplatz des ÖRV HSV Graz Grabengürtel, der ca. 10 Gehminuten entfernt liegt. Das Training wird von ehrenamtlichen Hundeführern, mit mehr oder weniger Hundekenntnissen, nach einer Einschulung durchgeführt. Damit soll gezeigt werden, dass auch ehrenamtliche Spaziergeher in der Lage sind, durch einfaches Training den Tierheimhunden eine bessere Chance auf ein neues Heim zu ermöglichen. Im Training selbst werden dem Hund einfache Tricks wie z.B. Beinslalom, Pfote geben oder im Kreis drehen beigebracht.

„Erfahrungsberichte“

Renate Ploder: „Für mich war immer klar, dass ich meine Masterarbeit im kynologischen Bereich schreiben möchte. Über eine Freundin, die mich bei meiner Arbeit immer wieder unterstützt, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass sich meine Masterarbeit mit Tierheimhunden beschäftigen soll. Da ich selbst seit fünf Jahren mit meinem eigenen Hund DogDance betreibe, kam ich auf die Idee, die Auswirkungen eines solchen Trainings auf Tierheimhunde zu untersuchen. Seit März dieses Jahres läuft nun die Studie und ich bin immer wieder erstaunt, wie toll die Tierheimhunde lernen und wie viel Spaß ihnen das Training bereitet. Auch die Tierheimbetreuer berichten davon, dass einige Hunde durch das Training ruhiger und ausgelassener werden. Die genauen Ergebnisse stehen aber noch aus. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mir so großartig bei meiner Arbeit helfen und mich unterstützen. Ohne sie wäre diese Studie gar nicht möglich! „

Wer die Tierheimhunde bei ihren Fortschritten mitverfolgen möchte, kann sich einige Trainingsvideos unter http://www.trick-boxx.jimdo.com ansehen.

Ein Gastbeitrag von Renate Ploder

Bilder: © fallend.at und © R.Ploder

Erfrischung für Hunde in Wiens erstem 24h Self-Service Hundewaschsalon

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Washdog Liesing- Wien

Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal, besonders für Hunde. Da unternehmen Hund und Herrl/Frauerl lieber viel outdoor, gehen schwimmen oder sind in der Natur unterwegs. Hund wird da durchaus schmutzig. Aber kein Problem, denn nun haben Hundebesitzer erstmals die Möglichkeit, ihren vierbeinigen Freund besonders unkompliziert und zu jeder Tageszeit zu waschen und zu pflegen – oder ihm eine erfrischende Sommerdusche angedeihen zu lassen: in Österreichs erstem 24h Self-Service Hundewaschsalon. „Die Vorteile liegen klar auf der Hand“, so Geschäftsführer Mario Pagani „Du weißt am besten, was dein Liebling gern hat und kannst ihn nun selbst waschen und pflegen: 24 Stunden am Tag, ohne Voranmeldung, ohne Wartezeiten. Und das eigene Bad bleibt sauber. Eine Erleichterung für jeden Hundehalter.“

Wash Dog …sauber gemacht!DSCF1906

„Das Waschen ist kinderleicht, die langjährig erprobten Waschboxen bieten alle Standards in puncto Hygiene, Sicherheit und Ergonomie. Wie lange Du Deinen Hund wäschst und wie intensiv Du ihn dabei pflegst, bleibt ganz Dir überlassen. Du bestimmst die Kosten der Hundewäsche: Denn wir verrechnen nach tatsächlichem Verbrauch.“

„Das ist jedoch noch nicht alles“, ergänzt Pagani. „Bei uns kann Dein Hund auch am Hundelaufband trainieren oder sich von einem professionellen Hundefriseur einen neuen Schnitt holen. Du kannst hier Deine Tiertextilien und Hundedecken reinigen und aus einer Vielzahl von Produkten für die Pflege von Fell und Haut wählen.“
Hundebesitzer, die Ihren Hund eine ganz besondere Wohltat zukommen lassen wollen, entscheiden sich für OxyDry, eine Warmluftbehandlung, die sich die desinfizierende Wirkung von Ozon und Sauerstoff zunutze macht.Das resultierende Gemisch wirkt sich desinfizierend und tiefenreinigend auf die Haut des Hundes aus. Rückstände gibt es außer reinem Sauerstoff nicht.

Die Erfahrung zeigt: Bei regelmäßiger Behandlung können damit auch leichte Formen von Dermatitis und Psoriasis erfolgreich behandelt werden. Wash Dog_Mario Pagani, MBA_Mag. Victoria Ehn
„Wichtig ist uns bei aller Innovation aber vor allem das Wohl des Hundes“, merkt Pagani weiter an. „Alle Geräte wurden in Abstimmung mit Tiermedizinern optimiert.“ So werden zum Beispiel Pumpen und Saugmotoren eingesetzt, die eine vergleichsweise geringe Geräuschentwicklung aufweisen und somit das feinfühlige Gehör der lieben „Hundschaft“ schonen. Alle verwendeten Pflegeprodukte sind selbstverständlich allergiegetestet, biologisch abbaubar, (Hunde-) PH-neutral und für den häufigen Gebrauch konzipiert.
Wash Dog – eine italienische Erfolgsgeschichte nun auch in Österreich

Bild: (c) Washdog und (c) Dollarphotoclub