Tierphssiotherapie

Physiotherapie für Katzen im heimischen Revier

Tierphssiotherapie
(c) Pixabay Katze Tierphysiotherapie

Gastartikel

Die Möglichkeit der Physiotherapie bei Hunden wird immer mehr publik und auch gerne angenommen. Wenn ich jedoch erzähle, dass ich auch Katzen oder Kaninchen behandle, dann ernte ich meist die selben Reaktionen.

Einen verdutzten Blick, eine gerunzelte Stirn oder auch ein lautes Lachen.
Das ist ungefähr die gleiche Reaktion die ich erhielt als ich vor fünf Jahren das erste mal nach meiner Ausbildung als Tiermedizinische Fachangestellte mit dem Gedanken spielte eine Fortbildung als Hundephysiotherapeutin anzuhängen. Dies lässt mich hoffen das in weiteren fünf Jahren die Tierphysiotherapie auch bis zu den Katzenbesitzern gedrungen ist.
Denn viele wären erstaunt wie gut man mit einer Katze physiotherapeutisch arbeiten kann. Natürlich gibt es Katzen, die einen eher fressen möchten, an Stelle sich überhaupt anfassen zulassen. In diesen Fällen ist leider eine physiotherapeutische Behandlung schwierig. Das gilt im übrigen auch für Hunde!

Auf der anderen Seite gibt es auch Katzen, die sich gerne streicheln lassen auch von Fremden. Eine super Ausgangssituation für Massagen, passive Bewegungen oder Manuelle Therapie.

Aber auch mit allen anderen Katzen kann physiotherapeutisch gearbeitet werden. Eine Art wie ich es selbst mit meiner eigenen Katze mache ist ein individueller Katzenspielplatz. Hier können verschiedene Elemente für Körper und Geist eingebaut werden. Wie zum Beispiel verschiedene Untergründe mit Hilfe von Fußabstreifern mit unterschiedlichem Griff für Spielplätze im Haus. Im freien kann mit Kieselsteinen, Sand, Ackerböden oder Moos gearbeitet werden. Hierdurch wird die Eigenwahrnehmung verbessert, Konzentration und Koordination geschult.

Auf diesem Untergrund können nun andere feststehende Spielzeuge verteilt werden. Besonders zu empfehlen sind hier Intelligenzspielzeuge mit Futter, diese trainieren zusätzlich die Sinne und Geschicklichkeit der Katze. Diese gibt es mittlerweile in vielen Tiergeschäften zu kaufen. Gerne kann hier aber auch nach Herzenslust gebastelt werden. Das tolle an einem Katzenspielplatz ist, dass die Katze auch ohne das zu tun des Besitzers immer wieder über den Tag verteilt den Spielplatz aufsucht.

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Es gibt aber auch verschiedenste physiotherapeutische Übungen, die Besitzer und Katze gemeinsam gut meistern können. Eine Übung davon ist der Slalom. Mit etwas besonders leckerem (z.B ein kleines Stück Lachs oder Putenwiener) vor der Nase führt hier der Besitzer seine Katze in Schlangenlinien um kleine Hindernisse (Pylonen, Blumentöpfe, gefüllte Plastikwasserflaschen). Durch die Kurve nimmt die Katze auf der inneren Gliedmaße mehr Last auf, kräftigt also dort die Muskulatur. Währenddessen müssen sich die äußeren Gliedmaßen mehr strecken. Mit den Schlangenlinien geschieht das abwechselnd. Außerdem kommt es auch in der Wirbelsäule zur Seitwärtsneigung und -dehnung. Durch diese Übung wird das Gangbild der Katze geschult und Schonhaltungen werden aufgebrochen. Außerdem werden Konzentration und Koordination gefördert.

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Eine weitere katzentaugliche Übung aus der Körperarbeit wäre die Stangenarbeit. Hier wird die Katze in langsamen Tempo über Hindernisse zum übersteigen geführt. Geeignet hierfür sind Cavalettis, Besenstile oder auch Schrubber. Diese Übung fördert die Gelenkbeweglichkeit, trainiert die Kraft und darüber hinaus Koordination, Konzentration, Gleichgewicht und die Eigenwahrnehmung.

In meiner Arbeit als ambulante Tierphysiotherapeutin merke ich immer wieder wie erstaunt viele meiner Kunden darüber sind, wie viele Alltagsgegenstände sie in ihrem Haushalt besitzen, die für physiotherapeutische Übungen mit Hunden oder Katzen geeignet sind. Weitere Gegenstände sind zum Beispiel: Trampolin, Luftmatratzen, ein weiches Sofa, Wasserbett oder die professionelle Variante ein Balancekissen oder Schaukelbrett. Die Katze lernt im Stand oder Sitz auf einem weichen Untergrund ihre Bewegungen auszugleichen. Hiermit kann die komplette Muskulatur gelenkschonend trainiert werden. Gleichzeitig wird wieder Eigenwahrnehmung und Gleichgewicht geschult.

(c) Pixabay
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Bei besonders motivierten Fellnasen können auch Übungen, die sonst gerne von Hunden ausgeführt werden übernommenwerden. Ein Beispiel sei hier „Gib mir fünf“ oder auch „Spanischer Schritt“ wie es im Pferdesport genannt wird. Durch das abwechselnde Pfote heben auf beiden Seiten, nimmt die Beweglichkeit des Vorderlaufs zu. Das Tier gewinnt an Kraft und trainiert seine Rücken- und Kruppenmuskulatur.

Das waren jetzt nur einige Beispiele wie man unseren kleinen Stubentigern bei Bewegungsstörungen und daraus resultierenden Schmerzen helfen kann. Wer jetzt neugierig geworden ist kann mich gerne auf meiner Facebook Seite Ambulante Tierphysiotherapie oder auf meiner Homepage besuchen.

Bilder (c) Pixabay und C. Huber

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