Kostverächter – Von wählerischen Schleckermäulchen und anderen Fellnasen

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Gastartikel

Die meisten Hunde fressen ihr Futter gerne – oft sogar viel zu gerne, was sich über kurz oder lang auf die schlanke Hundelinie schlagen kann. Es gibt aber auch das komplette Gegenteil, nämlich jene Hunde, die „schlechte Esser“ sind. Diese Hunde verweigern ihr Futter, sondieren lustlos das Gemüse vom Fleisch, ekeln sich vor ihren Mahlzeiten und bescheren so dem Besitzer die eine oder andere schlaflose Nacht.

Viele Besitzer lassen sich nur allzu schnell von dem sehnsüchtigen Blick ihres vierbeinigen Lieblings erweichen und versuchen immer wieder neue Leckereien für ihn aufzuspüren, in der Hoffnung, Bello’s Gusto endlich zu treffen. Das geht zwar eine Zeit gut, aber spätestens nach ein paar Tagen schmeckt das Futter plötzlich nicht mehr und wird wieder verschmäht. Genau diese Vorgehensweise ist aber oft das Problem bei Kostverächtern. Sie werden dadurch regelrecht zum Mäkeln erzogen.
Was kann man also tun, wenn die eigene Fellnase nicht fressen will?

Zuerst muss abgeklärt werden, ob körperliche Beschwerden die Ursache für die Verweigerung des Futters sind. Erkrankungen der Leber, der Nieren aber auch der Bauchspeicheldrüse können zu einem schlechten Fressverhalten führen. Eine gründliche Untersuchung beim Tierarzt sollte daher der erste Schritt sein. Liegen keine Indikationen vor, gibt es eigentlich keinen Grund dafür, dass der Hund sein Futter stehen lässt. Ziel ist es daher, dem Hund die Mahlzeit wieder schmackhafter zu machen.

Um hier erfolgreich zu sein, ist Konsequenz das oberste Gebot der Stunde. Stellen Sie Ihrem Hund das Futter wie gewohnt an seinen Platz. Warten Sie max. 10 Minuten darauf, dass der Hund zu fressen beginnt. Verweigert er, nehmen Sie ihm den Futternapf wieder weg. Bis zur nächsten Mahlzeit bekommt der Hund nichts zu fressen – auch keine Leckerlis. Ein Hund mit vollem Leckerli-Bauch hat keinen Appetit. Ist es Zeit für die nächste Fütterung, stellen Sie ihm wieder das gleiche Futter hin. Verweigert er abermals das Futter, nehmen Sie es wieder weg. Das klingt ziemlich hart und für so manches Hundebesitzerherz unerträglich, aber glauben Sie mir, es ist noch kein Hund vor dem vollen Futternapf verhungert. Der Hund wird bald – nämlich dann aus einem natürlichen Hungergefühl heraus – wieder zu fressen beginnen. Bei dieser Methode ist es extrem wichtig, standhaft zu bleiben und nicht nachzugeben. Sonst war alle vorangegangene Mühe umsonst.

Eine weitere sehr erfolgreiche Methodik ist es, dem Hund das Futter selbst erarbeiten zu lassen. Dazu kann man das Futter einerseits in ein Suchspiel einbinden oder das Futter zum Beispiel in einer Papierrolle einwickeln und Hund muss sich so langsam zu seiner Beute vorarbeiten.

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Achten Sie auf Ihre eigene Reaktion! Die Sorgen des Hundehalters übertragen sich nur zu leicht auf den Vierbeiner und beeinflussen ihn im Fressverhalten. Um dies auszuschließen, empfiehlt es sich, entweder das Futter für einige Zeit durch eine andere Person zu verabreichen oder während der Fütterung kurz den Raum zu verlassen. Der Hund sollte sich beim Fressen nicht beobachtet oder gar kontrolliert fühlen. Wir Menschen finden es ja auch nicht berauschend, wenn uns jemand beim Essen unentwegt anstarrt.

Ein weiterer Tipp ist es, seine Fellnase vor der Mahlzeit bei einem langen Spaziergang zu fordern. Dadurch entwickelt sich ein größeres Hungergefühl. Es gibt viele Hunde, die zu wenig Bewegung haben und sich dadurch zu schlechten Essern entwickeln können.

Auch der Futternapf Ihres Lieblings kann schuld daran sein, dass er das Futter ablehnt. Hunde haben auch hier ihre Vorlieben und mögen gewisse Materialien und deren Eigengerüche nicht. Eine Schale aus Keramik oder Porzellan ist hier Plastik- oder Metallnäpfen vorzuziehen. Oft bringt ein Futternapfwechsel schon den gewünschten Erfolg!

Haben Sie Fragen zu der Ernährung Ihres Hundes?

Iris Otto-Siemakowski, als zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde beratet Sie  zur Ernährung Ihres Haustiers und steht für alle Fragen rund um das Thema Fütterung zur Verfügung. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse eines jeden Tieres berücksichtigt. Gerne helft Ihnen Ihnen weiter.

Schreiben Sie ihr unter ios@mrandmrsdog.at!

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Bilder (c) Shutterstock

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